London 9. bis 13. Juni 2008



Die Geschichte dieser aktuellen London-Reise beginnt vor drei Jahren, als meine liebe Freundin und Kollegin Susanne Schubarsky und ich im August 2005 eine rein touristische Reise nach London unternehmen ...


... und ich auf der Goldenen Galerie der
St. Paul's Cathedral (die kleine Kuppel auf der großen Kuppel) Panik aufgrund von Höhenangst bekomme ...


... woraus die Geschichte "Peter in St. Paul" entsteht, die 2007 mit dem Friedrich-Glauser-Preis für die beste Kurzgeschichte ausgezeichnet wurde.


Seit damals schwirrt in meinem Kopf die Idee, einmal einen Teil eines Romanes in London spielen zu lassen (im Bild das Zentrum mit Westminster und City im Anflug).


Und was macht eine gewissenhafte Schriftstellerin in so einem Fall?


Genau. Sie geht auf Recherche. :))) Und über den Polizisten Horst W. Bichl, einem lieben Bekannten aus Hessen, bekomme ich zur englischen Polizei Kontakt, die mich an zwei Tagen hinter die Kulissen schauen lassen wird.


Doch zuvor sind noch zweieinhalb Tage mit (fast reinem) Tourismus angesagt. Der Montagnachmittag startet mit einem gemütlichen Spaziergang bei sehr schönem Wetter (es hat 26 Grad) durch den Hyde-Park.


Ich will mich diesmal treiben lassen, den Alltag sehen ...


... aber mein Blick ist noch touristisch :)))


Also gebe ich mich meiner Fotografierleidenschaft hin ...


... frau weiß ja nie, für was frau was braucht :))) (im Bild ein Geschäft des Labels "Agent provocateur", dessen Modeschau heuer das Highlight auf dem Life Ball in Wien war).


Jedes Detail ist wichtig ...


... so auch die Innenansicht des bekannten Kaufhauses "Harrods" ...


... eine Häuserzeile ...


... das Naturhistorische Museum ...


... knackige Männer vor dem Queen's Gate des Hyde Park :))) ...


... die Royal Albert Hall ...


... einer der vielen kleinen, privaten Supermärkten (Greißler) -interessanterweise werden diese Geschäfte meistens von Indern oder Pakistani geführt.


Mein Abendtermin führt mich in die elegante Mansfield Street (gleich in der Nähe des Oxford Circus) ...


... wo ich einem dieser riesigen Häuser, die alle privaten Reichen gehören ...


... meinen lieben und guten Freund Peter Puskas treffe, der vor geraumer Zeit nach London ausgewandert ist.


In diesem Haus findet im ehemaligen Ballsaal ein privates Charity-Konzert statt (Cello, Klavier) ...


... das Peter für seinen Internet-Klassik-
TV-Sender (www.classic24.tv) aufzeichnet. Die Technikzentrale findet in der geräumigen (mich frisst der Neid) Bibliothek Platz :))).


Danach geht es mit Peter und Charlie, einem Londoner Freund und Komponisten, auf ein gutes - naja, englisches :))) - Bier. Oder zwei. Zum Glück sperren die Pubs nicht mehr um 23 Uhr.


Am nächsten Tag sehe ich am Weg zu meinem nächsten Sightseeing-Highlight eine Kutsche mit indischen Fahrgästen, allem Pomp und Polizeibegleitung - ich weiß bis jetzt nicht, ob das eine reiche Hochzeit oder ein Mini-Staatsbesuch war. Aber es wirkte wie aus einer anderen Welt.


Auf der Victoria Street.


Mein Fixpunkt an diesem Tag ist Westminster Abbey, die wir damals 2005 versäumt haben.


Der Eintritt in die Krönungskirche kostet satte 12 Pfund, doch sie ist es wert. Sehr beeindruckend.


Der nur selten geöffnete Student's Garden im Schatten von Westminster.


Der große Klostergarten.


Nach einem kurzen Blick auf Big Ben ...


... entschließe ich mich spontan zu einer Bootsfahrt die Themse hinunter. Ziel: Greenwich.


Das London Eye. Meine Höhenangst hat sich inzwischen zwar reduziert, doch dieses Ding betrachte ich lieber sicherheitshalber von unten :)).


Die Tower Bridge.


Es geht an tollen alten und neuen Wohnhausanlagen vorbei.


In der Ferne wird die Skyline der Docklands, des umgebauten, ehemaligen Hafen- und Werftgebietes, sichtbar. Genau gegenüber davon liegt Greenwich.


Die Flussansicht von Greenwich ist vom Old Royal Naval College (17. Jht.) geprägt, das der Universiät von Greenwich und dem Trinity College of Music eine Heimat gibt.


Von der Trafalgar Tavern :))) hat man einen guten Blick auf The Dome, einer der größten "Begräbnisstätten" für viel Geld.


Zielsicher finde ich sofort nette Seitengässchen :)))


Aber auch das andere Greenwich interessiert mich.


Es ist eine bis auf die Sehenswürdigkeiten unglaublich durchschnittliche, fast hässliche Stadt.


Also stürze ich mich auf die nächste Sehenswürdigkeit, und das ist das Royal Observatory.


Dort befindet sich unter anderem der Null-Meridian, auf dem sich natürlich alle Menschen fotografieren lassen.


Vorbei am National Maritime Museum (im Bild eine der beiden Kolonnaden, die die Museumstrakte mit dem Quenn's House, einem Schloss von Inigo Jones aus dem 17. Jht., verbinden) ...


... geht es zu einer weiteren wirklichen Besonderheit: dem Foot Tunnel unter der Themse durch! Er verbindet Greenwich mit den Docklands.


Von der Docklands Light Railway lasse ich mich dann durch dieses städtebauliche Mammutprojekt tragen ...


... die höchst unterschiedlichen Ansichten faszinieren mich.


Und es beschwere sich noch einmal jemand darüber, wenn man sagt, die Engländer hätten ein Alkoholproblem ... folgende Werbung in der Station der Underground (siehe Plakat): "If you drink like a man you mind end up looking like one."


Back in the city (im Bild Covent Garden) ...


... gönne ich mir mit Peter ein etwas atypisches Abendessen - Moules et frites in einem französischen Lokal nahe dem Leicester Square ...


... der mit seinem abendlichen Kleid beeindruckt.


Der nächste Tag gehört Greater London, also Bezirken, zu denen man über 20 Minuten mit der Underground fährt. Ich besuche zwei davon.


Nummer Eins ist Neasden, ein Arbeiter- und Schlafbezirk ...


... der neue Eindrücke von London vermittelt.


Anlass für meine Exkursion war der Shri Swaminarayan Mandir, der größte Hindu-Tempel außerhalb von Indien.


In unmittelbarer Nähe befindet sich auch das berühmte Wembley-Stadion.


Den meisten Eindruck hinterlassen aber die Wohnsiedlungen.


Nur eine Viertelstunde weiter Richtung Osten tauche ich ins Gegenteil ein - ich lande in Hampstead Heights ...


... ein gediegener Ortsteil von Hampstead ...


... wo einst Lord Byron, John Keats, John Constable, H. G. Wells, D. H. Lawrence, William Pitt, Charles de Gaulle und Sigmund Freud wohnten.


Wieder zurück im Center, kaufe ich am Leicester Square bei einem der vielen Half-Price-Ticket-Shops Musical-Karten, das muss sein in London :)))


Und nach einer Stärkung in China-Town (auch das muss sein :))) ...


... geht es zum Victoria Palace. "Billy Eliot", bekannt als Film, steht am Programm. .


Es ist grandios. Wir schwelgen danach in Begeisterung und Bier.


Am nächsten Tag wird es ernst - ich kehre an den Tatort zurück - sozusagen :)))


Denn in unmittelbarer Nähe zu St. Paul's liegt die für meinen fiktiven Mord zuständige Polizeistation der City of London Police, Snow Hill. Die City Police ist für nicht mehr als eine Quadratmeile von London zuständig. Doch in diesem Viertel liegt das Finanzzentrum, wodurch - nein, alles plaudere ich jetzt nicht aus :)))


Rick Longden von der zuständigen Pressestelle macht mit uns (Peter ist mit, um notfalls zu übersetzen) eine guided tour.


Als erstes gehen wir ins Präsidium in der Wood Street. Die City Police ist übrigens völlig unabhängig von der Metropolitan Police, die für den Rest von London zuständig ist und hinlänglich auch als Scotland Yard bekannt ist.


Dort wird uns einmal zum Einstieg alles rund um die berittene Polizei erklärt - ich kann nur sagen, sie ist wesentlich mehr als nur Folklore; im Bild Constable Paul James.


Sehr spannend ist natürlich der Videoüberwachungsraum. Nur eines will ich erzählen: In dieser Quadratmeile der City gibt es 130 Polizeikameras - dazu kommen natürlich noch die ganzen privaten Überwachungskameras.


Goldes Wert ist schließlich auch das Gespräch mit Detectiv Inspector John Chandler vom Morddezernat.


Auf dem Rückweg nach Snow Hill erklärt uns Rick das Überwachungssystem. So gibt es etwa in die City nur 24 Zufahrten, und die sind alle lückelos kontrollierbar.


Wir schauen auch beim Old Bailey vorbei, dem Obersten Strafgerichtshof. Öffentliche Hinrichtungen gab es in England übrigens bis 1967.


Nach dem Mittagessen in der Polizeikantine (auch ein Erlebnis :))) ...


... erfahre ich noch einiges Interessante im Vernehmungsraum. Es wird alles beizeiten im entsprechenden Krimi einfließen :))


Der Nachmittag ist frei und somit Tourismuszeit. Und so stapfe ich geschützt gegen Regen und Kälte (!) los in eine meiner Lieblingsecken von London ...


... wo es viele, viele Gaslampen gibt ...


... sowie Backsteinhäuser und extrem ruhige Innenhöfe aus der Zeit von Charles Dickens ...


... die Rede ist von The Temple, dem Bereich der Juristen(ausbildung).


Dort steht auch die Tmeple Church (12. Jht.), sattsam bekannt seit "Sakrileg" von Dan Brown.


Die ganze Ecke verdankt ihre Existenz den Tempelrittern, die dort im 12. und 13. Jht. ihren Sitz hatten und in ebendieser Kirche begraben sind.


Um die Ecke befindet sich das Staple Inn aus dem Jahr 1586 - das einzige erhaltene elisabethanische Fachwerkhaus Londons (das meiste wurde beim Brand 1666 zerstört).


Als Kontrast folgt dann ein Bummel auf der Oxford Street mit ihren vielen, vielen wunderbaren Schuhgeschäften :)))


Und am Abend wird wieder die Österreichisch-britische Freundschaft bei ein paar Ales gepflegt ...


Am nächsten Morgen stärken Peter und ich uns einmal ordentlich mit frisch zubereiteten Ham and Eggs in einem der vielen Frühstücksimbissen (ich liebe das englische Frühstück :))) ...


... bevor es zum nächsten spannenden Ort geht, dem New Scotland Yard.


Abgesehen davon, dass man von diesem Gebäude einen sensationellen Blick auf London hat (hier auf die Ecke mit Westminster) ...


... bekomme ich sehr viele und sehr gute Informationen zur Arbeit der Metropolitan Police - zuerst von Ruth Shulver ...


... dann von Kate Campbell (hier im Pressekonferenzraum von NSY).


Ein typisches Erinnerungsfoto muss natürlich auch sein. Aber das wichtigste Souvenir - sozusagen - ist, dass die Damen und Herren der Polizei auch weiterhin zur Verfügung stehen, mir Fragen zu beantworten.


Nach einer kurzen Erholung im St. James Park ...


... geht es durch die Nobelecke Mayfair ...


... zum berühmten Kaufhaus Fortum & Mason, dem "Kaufhaus der Queen", wo ich meinen Lieblingstee und Souvenirs erstehe.


Das Finale - Buchkauf bei Hatchard's ...


... Souvenirkauf die Zweite ...


... Fish & Chips ...


... Heimflug. Und während der Reise wird mir klar: Ich habe mich mit London infiziert. Gut, dass ich einen Roman schreiben will, der dort spielt, denn dann habe ich jederzeit eine Ausrede, unbedingt zurückkehren zu müssen ... :)))
 
zurück ...