Der Roman von Sabina Naber fesselt vom ersten Moment an. Maria Kouba, die Heldin des Buches, ist eine
intelligente Frau Mitte Dreißig, die in der Männerwelt der Polizei Karriere gemacht hat. Trotzdem ist sie
keine der üblichen Powerfrauen. Diese Frau ist nicht perfekt und das macht sie so sympathisch und lebendig.
Auch Liebe und Sex kommen in dem Buch nicht zu kurz. Ein besonderes Highlight ist die Beschreibung der
komplizierten Beziehung von Maria Kouba zu ihrem Mitarbeiter Phillip Roth. Sabina Naber komponiert daraus ein
wunderbar erotisches Kammerspiel, in dem der Leser den Protagonisten immer einen Schritt voraus ist – aber
nur hier. Um hinter das Geheimnis des Mordes im Wienerwald zu kommen, muss man schon den ganzen Roman lesen.
Radio ZuSa Extrawach/ 4. März 2004
„Der Kreis“ ist nach „Die Namensvetterin“ der zweite frivole Mordfall für Kouba und Roth, und es stellt sich
die Frage, ob die beiden diesmal „zusammen kommen“. Ein kurzweiliger (Kriminal)Roman über das Lieben und Leben
jobgestresster „Um-die-Dreißiger“. Ein bisschen Spannung, ein bisschen mehr Geilheit, viel Bier, Zigaretten
und jede Menge Wiener Schmäh.
www.lit4u.de/ 18. März 2004
Sabina Naber schreibt versiert, humorvoll und ungekünstelt. Die offensichtliche Fernsehtauglichkeit ihrer
Romane, die ihr sogleich den Vorwurf der merkantilen Spekulation eingetragen hat, versteht sich bei ihr fast
von selbst, denn die Autorin ist auch Schauspielerin, ehemalige ORF-Redakteurin, Drehbuchautorin und
Regisseurin. Vielleicht verfilmt sie ihre Bücher gar in Eigenregie? - Soll es ihr gelingen! Maria Kouba gäbe
eine sehenswerte TV-Kommissarin ab, und Sabina Naber ist eine Autorin, die nach Murnberger, Mitterer,
Haneke u. a., die längst ihre "Tatort"-Folgen abgeliefert haben, als weibliche Pionierin in diesem Format
reussieren könnte.
Literaturhaus Wien/ 5. Juli 2004
Die Autorin bestätigt erneut, dass sie nicht nur spannende Geschichten erzählen, sondern auch einigermaßen stilsicher vermeintlich obskure Milieus schildern kann.
Hamburger Morgenpost/29.9.2003
Ein spannendes und rasantes Buch, das in seiner Tristesse stark an skandinavische Kriminalromane von Karin Fossum, Helen Thursten oder Hakan Nesser erinnert. Obwohl die Autorin Sprachelemente des Wienerischen in Verhören einbaut, unterscheidet sie sich stark von österreichischen Autoren wie Alfred Komarek oder Wolf Haas.
Bücherschau/Herbst 2003
Sabina Naber hat mit ihrem zweiten Roman vordergründig eine spannende Kriminalgeschichte geschrieben. Doch auch die Skizzierungen von Freundschaften in kirchlichen Männerbünden, die von Hass triefende Vater-Sohn-Beziehung und der Einblick in die SM-Szene vermögen den Leser zu fesseln. Dazu kommt der Schauplatz Wien mit den für so manche vertrauten Gassen und Straßen, der Wiener Dialekt und Schmäh, der das Buch liebenswert macht. Und insbesondere die Figur der Mitdreißigerin Maria Kouba gefällt: Die Kommissarin ist eine emanzipierte Frau, die weiß was sie will, die hart ist, kämpferisch und charmant zugleich. Ihre Schwäche gegenüber dem Kollegen Phillip möchte sie zunächst nicht zulassen, lernt das jedoch im Laufe der Ermittlungen mithilfe von Oliver, Phillips bestem Freund. Oliver zeigt ihr auch Bruchstücke aus der SM-Welt, in der die Kommissarin die tiefe Verlogenheit der Menschen begreift, ihre Scheinwelt, ihre vordergründige Moral, den hohen Stellenwertes des Geldes und die Geringschätzung des Nächsten. Mag auch die Schilderung eines Lokals in der SM-Szene der Autorin etwas zu bunt und fantasievoll geraten sein, so handelt es sich um ein sehr gelungenes Werk. Das Buch verdient das Prädikat "intelligente Unterhaltung" ebenso wie "charmante Kriminalfalllösung".
Redaktion von www.amazon.de/Herbst 2003
Wie schon bei ihrem Debüt "Die Namensvetterin", in dem sie ihre charismatische Kommissarin in die schweißschwüle Swinger-Club-Szene Wiens abtauchen ließ, rollt Sabina Naber auch in ihrem zweiten Roman einen handwerklich solide geknüpften Krimi-Teppich für eine ganz andere Spielart der Spannung aus. Die Erotik - wobei es diesmal im SM-Untergrund ordentlich knistert.
City-Magazin Wien/Oktober 2003
Die gebürtige Niederösterreicherin Sabina Naber hat seit ihrem Debüt "Die Namensvetterin" dazugelernt. Herausgekommen ist "Der Kreis" - ein stimmiger Wien-Krimi mit originellen Charakteren und solider Spannung.
Standard/20. 12. 2003
Ein "Austro-Krimi" voller Spannung und Lokalkolorit, voller Action und Schmäh. Wir warten auf weitere Abenteuer mit der Bassena-Kommissarin Maria Kouba, die auf dem besten Wege ist, das rechtmäßige Erbe des legendären Kottan anzutreten.
Wiener Zeitung/2. 1. 2004
Diese angedeutete Liebesgeschichte [Kouba/Roth] zwischen Zweifel und Hoffnung, inklusive Eifersuchtsszenarien, Sexaffairen mit Bondageeinlage bestimmt die Lösung des Falls gleichermaßen wie die harten Fakten: der verschwundene Bauunternehmer Hartleben, das Opfer, der in höchst bigotten erzkatholischen Kreisen verkehrte. Wo ist der Mörder zu suchen: in Hartlebens Familienkreis, in der SM-Szene Wiens, rund um das Bordell in Brünn oder in den Katholiken-Clubs? Eine spannende Gleichzeitigkeit, die Sabina Naber hier in ihrem zweiten Krimi überzeugend zu einem von Emotionen getragenen Geschehen verbindet.
www.kunstundbuecher.at/19. 1. 2004
Nicht nur die Flammen des Wienerwalds lodern auf bei diesem Krimi, auch wieder die Leidenschaft. Wer sich zudem noch für a bissl Wiener Schmäh begeistern kann, für den ist es die perfekte Lektüre vor dem prasselnden Kaminfeuer.
Radio 106.4/Jänner 2004
Sie sind nicht mehr ganz jung, aber fit und gut drauf, haben längst aufgehört, bei Ermittlungen nur zu assistieren, sondern leiten sie selbstverständlich, und das ganz ohne männlichen Idealbildern nachzueifern: Zwei patente Mordkommissarinnen etablieren sich derzeit am Krimihimmel. Alicia Giménez-Bartlett lässt ihre Petra Delicado bereits zum dritten Mal in Madrid ermitteln, Sabina Naber schickt ihre Maria Kouba jetzt zum zweiten Mal in Wien auf Mörderjagd. Und beide haben es nicht nur mit Verbrechen zu tun, sondern auch mit ihren männlichen Untergebenen. Das ist bei Delicado ein etwas schrulliger Herr alter Schule, bei Kouba ein knackiger Adonis zum Verlieben. Die Zusammenarbeit ist manchmal kompliziert, weil die Ermittlerinnen nämlich auch ein Privat- und Liebesleben haben, das ebenso verwickelt sein kann, wie die Fälle selber. Vor allem, wenn frau den Ehrgeiz hat, feministische Überzeugungen und berufliche Professionalität miteinander zu verbinden – was die Heldinnen dieser Bücher ohne Patentrezepte, aber mit viel Engagement und Experimentierfreude bewerkstelligen.
aus: Frauen Unterwegs, Mai/Juni 2004
|